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Portrait

Verein IGIB / GRIF

Die Kantone Appenzell a.Rh., Appenzell i.Rh., Graubünden, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, St.Gallen, Thurgau, Zürich und das Fürstentum Liechtenstein haben sich aufgrund der in den vergangenen Jahren entstandenen Zusammenarbeit beim Vollzug des Berufsbildungsgesetzes im Verein "Interessengemeinschaft Informatik im Berufsbildungswesen / Groupe informatique de la formation professionelle", kurz IGIB/GRIF, zusammengeschlossen. Das erklärte Ziel ist es, gemeinsam Informatiklösungen im Bereich der Berufsbildung insbesondere die Fachapplikation KOMPASS zu betreiben.

Kompass

Die Fachapplikation KOMPASS deckt die Aufgabenbereiche Lehraufsicht, Qualifikationsverfahren, Berufsberatung, Datenaustausch, Kurswesen, Statistiken, Subventionen/Beitragswesen, Rechnungswesen sowie Stipendien und Darlehen ab.

Bedingt durch den technologischen Wandel ändern sich die Anforderungen in den Berufslehren in immer kürzerer Folge. Diese Änderungen wirken sich auch auf den Vollzug der Berufsbildung aus und bedingen eine kontinuierliche Anpassungen der Informatik-Applikationen. Durch eine gemeinsame Fachapplikation und die dadurch mögliche Kostenaufteilung können der Betrieb und die Weiterentwicklung wesentlich günstiger realisiert werden, als wenn die Mitglieder einzeln agieren würden. In verschiedenen Fachgruppen werden Vorschläge für die Erweiterungen und Anpassungen erarbeitet und diskutiert, Herausforderungen des Vollzugs besprochen und Vollzugs-Prozesse gemeinsam optimiert und weiterentwickelt.

Entstehung von Kompass

Die Zusammenarbeit ist aus der Entwicklung einer EDV-Lösung durch das Amt für Berufsbildung des Kantons St.Gallen in den frühen 80er Jahren entstanden. Sie hat sich durch die gemeinsame Entwicklung einer Fachapplikation für die Erfüllung der Vollzugsaufgaben in der Berufsbildung zunehmend vertieft. Die Fachapplikation KOMPASS wurde in den Jahren 1990 bis 1992 durch die Kantone St.Gallen und Zürich entwickelt und seither laufend den Bedürfnissen und Entwicklungen der Berufsbildung und den technologischen Möglichkeiten angepasst. Die übrigen nun im Verein beteiligten Berufsbildungsämter haben KOMPASS in den Jahren 1993 bis 2007 in Lizenz erworben.

Im 2005 wurde die zweite Generation von KOMPASS (KOMPASS 2) flächendeckend eingeführt.

Mitte 2007 wurde eine Geschäftsstelle gegründet und mit der Pflege der Stammdaten, der Weiterentwicklung und des Supports betreut. Zur gleichen Zeit wurde auch die Weiterentwicklung der Fachapplikation KOMPASS an die Abraxas Informatik AG übergeben. Nach dreijähriger Entwicklungszeit konnte im Jahr 2016 die aktuelle Version KOMPASS 3 in Betrieb genommen werden. Diese Version wird kontinuierlich in mindestens 2 Releases pro Jahr weiterentwickelt.